OECD-Klage gegen den WWF wegen Missachtung von Indigenenrechten

Survival International hat gegen den World Wildlife Fund (WWF) eine OECD-Klage wegen Missachtung von Indigenenrechten in Kamerun eingereicht. Die NGO hat den Weg des öffentlichen Drucks gewählt, nachdem sich trotz Bemühungen keine andere Lösung ergeben hat. Es ist die erste NGO, die unter denselben Richtlinien wie ein multinationaler Konzern beurteilt wird.

Survival International reichte die Klage bereits im Februar 2016 beim Schweizer Kontaktpunkt ein, um den WWF dazu zu bringen, die Misshandlungen der Indigenen zu unterbinden. Die Klage wurde angenommen. Konkret ging es dabei um die Tatsache, dass der WWF keinen Versuch unternahm, die Mitglieder des Stammes der Baka zu konsultieren, als die Organisation in Kooperation mit der kameruner Regierung den Wald und Lebensraum der Baka in Jagdzone und Nationalpark aufteilte. Die Baka wurden aus dem Wald vertrieben und noch heute will der WWF sie nicht konsultieren, wenn es darum geht, wie diese Zonen gemanaged werden. Ausserdem finanziert der WWF Parkwächter, die regelmässig die Baka angreifen und es auch schon zu Folterungen und Todesfällen gekommen ist.
Ganzer Artikel (Counterpunch, 5.9.2017)
OECD-Klage von Survival International (10.2.2016)
Human rights abuses complaint against WWF to be examined by OECD (The Guardian, 5.1.2017)
WWF accused of facilitating human rights abuses of tribal people in Cameroon (The Guardian, 3.3.2016)

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