Die Credit Suisse und der Deal mit den Polizeibooten in Maputo

Wie die Schweizer Grossbank über Milliarden in Afrika die Kontrolle verlor.


Es knackt und knarzt in der Leitung, dann meldet sich Fernando Curasse. Er ist gerade im Feld unterwegs, an diesem Morgen im Städtchen Namialo, im Norden von Moçambique, eine Tagesfahrt von der Hauptstadt Maputo entfernt. Curasse (38), Moçambiquer, arbeitet für das Schweizer Hilfswerk Helvetas. Er erzählt vom Reispreis. Früher, sagt er, habe ein Kilo 30 Meticais gekostet, nach aktuellem Kurs rund 45 Rappen. Heute? 80 Meticais. Man müsse bedenken, dass der Mindestlohn 3000 Meticais betrage, rund 45 Franken. «Jetzt, in der Krise, sind viele Leute froh, wenn sie sich mit ihrem Lohn pro Tag eine Portion Fisch kaufen können.»

Die Krise. Sie schüttelt das südostafrikanische Land durch, die Währung ist eingebrochen, «wir kämpfen gegen Budgetkürzungen bei Schulen und Spitälern», sagt Curasse.

Es begann damit, dass die Schweizer Grossbank Credit Suisse und die russische Bank VTB dem Land 2013 in mehreren Tranchen rund zwei Milliarden Dollar liehen, um damit maritime Aufrüstung zu betreiben: Eine Thunfischfangflotte, Patrouillenboote, Radarstationen und Kontrollzentren standen auf dem Einkaufszettel. Treibende Kräfte waren der lokale Geheimdienst und das Verteidigungsministerium. (...)
Ganzer Artikel (TagesAnzeiger, 6.9.2017)

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