Unterzeichnet die Basler Erklärung!

Der Agromulti Syngenta vertritt die Stadt Basel an der Weltausstellung Expo 2015 in Mailand – ausgerechnet zum Thema: „Feeding the World“, die Welt ernähren. Aber Syngenta vertritt uns nicht! Wir wehren uns dagegen, dass der weltweit grösste Agrochemiekonzern an der Expo 2015 Propaganda für eine industrielle Landwirtschaft basierend auf Gentechnologie, Pestiziden und die Patentierung von Saatgut machen darf. Wir stellen uns gegen die unheilige Allianz von Basel und Syngenta und fordern „Agro statt Business“, agrarökologische Alternativen statt Verwertung der Natur durch Konzerne!

UNSERE FORDERUNGEN AN DIE REGIERUNG DER KANTONS BASEL-STADT:

Wir kritisieren die neoliberale Deregulierungspolitik, die dadurch verstärkte Standortkonkurrenz und das Stadtmarketing von Basel-Stadt, in dem die multinationalen Konzerne eine immer wichtigere Rolle spielen. Basel gehört ihren Bewohner_innen und nicht den Multis. Darum fordern wir, dass Basel-Stadt die Kooperation mit Syngenta an der Expo sofort beendet.

UNSERE FORDERUNGEN AN DIE SYNGENTA:

Die Delegationen aus Pakistan, Hawaii und Paraguay sind in verschiedenen Kämpfen gegen Syngenta aktiv. Wir unterstützen ihre Forderungen.

Forderungen aus Pakistan:
  • Syngenta muss unverzüglich die pakistanischen Gerichtsentscheide umsetzen und allen Temporär-Angestellten nach 90 Tagen eine Festanstellung zu den entsprechend verbesserten Konditionen geben.
  • Syngenta muss die starke Repression gegen Gewerkschafter sofort beenden und die internationalen Gewerkschaftsrechte respektieren. Die missbräuchliche Kündigung gegen den langjährigen Präsidenten der Betriebsgewerkschaft der Syngenta-Fabrik Imran Ali ist sofort rückgängig zu machen. Syngenta soll zudem ihre Auslagerungspolitik, mit dem Zweck das Arbeitsgesetz zu umgehen, beenden.

Forderungen aus Hawaii:
  • Syngenta soll das Versprühen von Atrazin, Paraquat und vier weiteren Pestiziden, die in der Schweiz verboten sind, neben Kaua`is Schulen, Spitälern und Häusern einstellen.
  • Syngenta soll die Klage gegen den demokratischen Entscheid des Volks von Kaua`i bezüglich eines Gesetzes (Bill 2491/Ordinance 960), das Pestizid-Pufferzonen rund um Wohn- und Schulzonen vorsieht, fallen lassen.

Forderungen aus Paraguay:
  • Syngenta soll den Vertrieb ihrer gentechnisch veränderten Maissorten in Paraguay einstellen. Sie bedrohen die zahlreichen ursprünglichen Maissorten – ein Pfeiler der Ernährungssouveränität des paraguayischen Volkes.
  • Syngenta hat sich öffentlich verpflichtet, laufend weniger toxische Agrarprodukte zu vertreiben. Deshalb fordern wir das Unternehmen auf, unverzüglich die Produktion, den Verkauf und die Lizenzierung von Paraquat, diesem Herbizid, das seit Jahrzehnten Mensch und Umwelt vergiftet, einzustellen.

UNSERE FORDERUNGEN AN DIE SCHWEIZER BUNDESREGIERUNG UND DAS NATIONALE PARLAMENT:

Syngenta ist Teil eines globalen, ausbeuterischen Landwirtschaftssystems, das den Hunger vergrössert statt ihn zu verringern, und steht unter starkem Verdacht Menschenrechte - insbesondere das Recht auf Nahrung und das Recht auf Gesundheit - zu verletzen. Menschenrechte dürfen nicht verhandelbar sein. Die Schweizer Regierung hat völkerrechtlich die Verantwortung alles zu tun, um Menschenrechtsverletzungen zuvor zu kommen.
Es sollen daher verbindliche Regeln für Konzerne zum Schutz von Mensch und Umwelt geschaffen werden – auch im Ausland. Wir müssen dieses Regime der Straflosigkeit von multinationalen Konzernen stoppen.
Wir fordern eine Kommission, welche die weltweiten Geschäftspraktiken der Syngenta untersucht und die entsprechenden Massnahmen vorschlägt, um Menschenrechtsverletzungen zuvor zu kommen.
Wir fordern mehr öffentliche Gelder in der Erforschung von agroökologischen Alternativen. Deshalb unterstützen wir die Initiative für Ernährungssouveränität.

Mehr Informationen zu Syngenta


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