Protestbriefaktion wegen Drohungen gegen Sinaltrainal

Anfang November haben aktuelle und ehemalige Arbeiter von Nestlé Kolumbien in Bugalagrande erneut Morddrohungen erhalten. Innerhalb von wenigen Tagen sind zweimal Drohungen gegenüber Führungspersonen bei der Gewerkschaft Sinaltrainal eingegangen. Die Gewerkschafter müssten, so die Drohungen per SMS und per Brief, bis am 1. Dezember aus der Region verschwinden, andernfalls würden sie umgebracht. Die jüngsten Morddrohungen betreffen zudem auch Führungspersonen des regionalen Gewerkschaftsdachverbands CUT Valle sowie von Sintramunicipio, welche die Nestlé-Gewerkschaft während der jüngsten Proteste unterstützt haben.

In Bugalagrande protestieren Gewerkschafter seit Ende Oktober vor der Nestlé-Fabrik und fordern, dass der im Juni unterzeichnete Gesamtarbeitsvertrag erfüllt wird. Es ist auffällig, dass Gewerkschafter Drohungen erhalten, welche in einen Arbeitskonflikt mit Nestlé involviert sind. Nestlé hat sich dazu nicht geäussert und unternimmt keine Anstrengungen, um die Sicherheit der Gewerkschafter zu garantieren.

Unsere Sorge angesichts der aktuellen Situation ist nicht unbegründet: Bereits in früheren Jahren sind Arbeiter von Nestlé Kolumbien wiederholt bedroht und eingeschüchtert worden. Einige von ihnen wurden gar ermordet. Im Zusammenhang mit der Ermordung des Sinaltrainal-Gewerkschafters Luciano Romero, der 2005 von Paramilitärs entführt, gefoltert und getötet wurde, wurde im März dieses Jahres gegen die Nestlé AG und führende Direktoren des Konzerns wegen unterlassener Schutzmassnahmen eine Strafanzeige in der Schweiz eingereicht.

Fordern Sie Nestlé dazu auf, Sicherheitsmassnahmen zum Schutze der Arbeiter/innen zu treffen und schicken Sie dem CEO Mr. Paul Bulcke einen Protestbrief! Unterschreiben Sie dafür den Standardbrief im Feld unten und drücken Sie den Button "Mail versenden"!


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