Proteste gegen Cementos Progreso: San Juan Sacatepéquez “erhält” einen Militärstützpunkt

Die Remilitarisierung Guatemalas schreitet voran: die Regierung von Otto Perez Molina hat Mitte April angekündigt in Petén, im Norden des Landes und in San Juan Sacatepéquez zwei Militärstützpunkte zu errichten. Laut offiziellen Quellen soll die erhöhte Militärpräsenz in Petén den Kampf gegen den Drogenhandel unterstützen. Im Fall von San Juan bezeichnet selbst die guatemaltekische Presse die Konfliktivität rund um das geplante Zementwerk von Cementos Progreso als entscheidend für die Standortwahl.
Die zwölf im Widerstand gegen das Zementwerk vereinten Gemeinden und das Comité de Unidad Campesina (CUC) wehren sich gegen diese Pläne der Regierung. Sie werfen Perez Molina vor, mit dem vorliegenden Beschluss gegen die Versprechen, die er den Vertretern von Indigenen und BäuerInnenbewegungen am 27. März bei der Ankunft eines mehrwöchigen Protestmarsches in der Hauptstadt gegeben hat, zu verstossen.
Die Bevölkerung von San Juan Sacatepéquez hat sich in der vergangenen Woche mit mehreren Demonstrationen und Protestaktionen gegen die Pläne der Regierung gewehrt und 500 GemeindevertreterInnen forderten vom Bürgermeister von San Juan, sich öffentlich gegen die Errichtung des Militärstützpunkt auszusprechen.
Artikel in PrensaLibre (13.4.2012)
Medienmitteilung der Marcha Indígena, Campesina y Popular (14.4.2012)
Bericht über die Demonstration in San Juan (Comité de Unidad Campesina, 16.4.2012)
Artikel El Periodico (17.4.2012)

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