Holcim-Manifest

„We have placed Sustainable Development at the heart of our business strategy for many years, because we believe it contributes in adding value and ensuring continued success.“

Nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften gehört laut eigenem Bekunden bei Holcim zum Kern der Geschäftsstrategie.
Die Realität sieht aber anders aus: In Holcim-Produktionsstätten weltweit kommt es immer wieder zu Verstössen gegen Arbeits- und Gewerkschaftsrechte, im Umfeld von Holcim-Betrieben sind Gesundheitsprobleme bei ArbeiterInnen und AnwohnerInnen sowie Umweltzerstörung zu beobachten, Entscheidungen indigener, von Produktionsstätten betroffener Gemeinschaften werden missachtet.

Wir, ArbeiterInnen, involvierte Gewerkschaften, betroffene Bevölkerungen und solidarische Menschen aus aller Welt, fordern vom Konzern Holcim, dass er sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und zur sozialen Verantwortung global tatsächlich und nachprüfbar umsetzt.

Wir fordern von Holcim die Einhaltung der Arbeits- und Gewerkschaftsrechte. Das heisst: Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und die Respektierung der am jeweiligen Standort geltenden Gesamtarbeitsverträge, sowie der sonstigen Arbeits- und Gesundheitsschutzbestimmungen. Dies beinhaltet insbesondere die Erfüllung folgender Forderungen:
• Existenz sichernde Löhne, die ein Leben in Würde ermöglichen. Es gilt der Grundsatz: „Gleicher Lohn und gleiche Bedingungen für gleiche Arbeit am gleichen Ort“. Dies gilt auch für Leiharbeitskräfte und Beschäftigte von Subunternehmen. Vorrang hat die direkte Anstellung bei Holcim mit schriftlichem Arbeitsvertrag.
• Ausreichender Arbeits- und Gesundheitsschutz für alle Beschäftigten, die direkt oder indirekt für Holcim tätig sind.
• Respektierung des Rechts auf Vereinigung in Gewerkschaften, kollektive Interessenvertretung und Tarifverhandlungen. Diese Verhandlungen haben mit den repräsentativen Gewerkschaften zu erfolgen.
• Abschluss eines Internationalen Rahmenabkommens mit den zuständigen Gewerkschaftsorganisationen.

Wir fordern von Holcim, dass das in internationalen Konventionen und in Gesetzgebungen verankerte Mitbestimmungsrecht der lokalen Bevölkerung bei der Planung neuer bzw. der Erweiterung bestehender Produktionsstätten im Sinne des Free Prior Informed Consent (FPIC) respektiert wird. Das heisst:
• Keine Manipulation, keine Ausübung von Druck, keine Anwendung von Gewalt (Free)
• Recht auf Konsultation vor Beginn der Aktivitäten (Prior)
• Zugang zu verständlicher, relevanter und vollständiger Information (Informed)
• Recht auf Ablehnung eines Projekts und Respektierung des Entscheids (Consent).

Wir fordern von Holcim alles zu unternehmen, damit es nicht zu Beeinträchtigungen des Lebensraums der lokalen Bevölkerung im Umfeld von Produktionsstätten kommt:
• Keine Gefährdung der Gesundheit der lokalen Bevölkerung durch die Aktivitäten von Holcim und die Gewährung eines permanenten Zugangs unabhängiger Kontrollstellen.
• Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte von Schadstoffemissionen und Anwendung des neusten Stands der Technik zur Emissionsreduktion in sämtlichen Produktionsstätten.
• Übernahme der Verantwortung für negative Auswirkungen der Aktivitäten von Holcim auf Mensch und Umwelt (u.a. Haftung und Wiedergutmachung für entstandene Schäden).

Diese Forderungen gelten für alle Niederlassungen, Vertragsnehmer, Subunternehmer, Zulieferer und Joint Ventures von Holcim.

In vielen Teilen der Welt befinden sich ArbeiterInnen, betroffene Bevölkerungen und solidarische Zivilgesellschaft im Protest gegen Holcim. Bis der Konzern seine eigenen Versprechungen einhält, werden diese Proteste weitergehen.

Rechte ohne Grenzen. Klare Regeln für Schweizer Konzerne. Weltweit. Das gilt auch für Holcim!


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