Glenstrata: Mix aus selbsternanntem Vorzeigekonzern und intransparentem Händler

Mit der am 7.2.2012 angekündigten Mega-Fusion des für seine Intransparenz berühmten Rohstoffhändlers Glencore und des Bergbau-Börsenlieblings Xstrata zu "Glenstrata" entstünde ein weltweiter Branchenleader. Die Fusion könnte nicht nur am Widerstand der Xstrata-Minderheitsaktionäre oder dem Veto von Wettbewerbshütern in der EU, China und Südafrika scheitern. Auch bei Politiker/innen und NGO's löst die Elefantenhochzeit Unbehagen und Kritik aus. MultiWatch beobachtet und dokumentiert seit mehreren Jahren die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit dieser beiden Konzerne. Dabei sind Menschenrechtsverletzungen wie gewaltsame Vertreibungen oder Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Verschmutzung, Missachtung der Arbeits- und Gewerkschaftsrechte, aber auch Korruption, Geldwäscherei und Steuervermeidung ans Licht gekommen. Eine entsprechende Fusion sollte Anlass dazu geben, mehr Transparenz in der Rohstoffbranche zu schaffen sowie die erforderlichen Gesetzgebungen anzupassen, um die Einhaltung der Sozial- und Umweltstandards verbindlich einzufordern.
Medienmitteilung der Erklärung von Bern (7.2.2012)
Elefantenhochzeit als «Zusammenschluss unter Gleichen» (NZZ Online, 7.2.2012)
Xstrata-Aktionäre stemmen sich gegen Mega-Fusion (TagesAnzeiger, 7.2.2012)
Politiker fürchten immensen Reputationsschaden (TagesAnzeiger, 8.2.2012)
Mehr Informationen zu Glencore und Xstrata bei MultiWatch:
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