Agenda


Veranstaltung mit Maude Barlow: Was haben Blue Community und TISA miteinander zu tun?
Donnerstag, 15. September, 17.00 Uhr im Hotel Bern, Bern

Mit Maude Barlow, kanadische Bürgerrechtlerin. Kämpferin gegen die Freihandelsabkommen und Mitbegründerin von Blue Planet Project.

Anlass: Die Gewerkschaft Unia tritt der Blue Community bei

Blue Communities anerkennen Wasser als öffentliches Gut. Sie achten auf einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und setzen sich dafür ein, dass die Wasserversorgung öffentlich bleibt. Die Stadt Bern ist als erste Gemeinde der Schweiz der Blue Community beigetreten, die Gewerkschaft Unia tritt jetzt auch bei.
Freihandelsabkommen, speziell TISA, gefährden die öffentliche Wasserversorgung und Errungenschaften im Umweltbereich. Sie gefährden ausserdem soziale Errungenschaften und drohen Arbeitnehmer*innenrechte abzubauen. Deshalb setzen sich die Gewerkschaften und viele andere zivilgesellschaftliche Organisationen, auch in der Schweiz, gegen TISA, TTIP und CETA ein.
Wie wirken die Freihandelsabkommen? Wie können wir die Freihandelsabkommen bekämpfen? Was sind unsere Forderungen an den Bundesrat, der bei der Ausarbeitung von TISA beteiligt ist?
Diese und andere Fragen werden wir mit Maude Barlow diskutieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Medien sind dazu herzlich eingeladen.


14.-16. Oktober 2016: Monsanto Tribunal in Den Haag

Für eine wachsenden Anzahl von BürgerInnen in der ganzen Welt ist der amerikanische Konzern Monsanto das Symbol für die industrielle Landwirtschaft: eine Produktionsform, welche durch den massiven Einsatz von Chemikalien die Umwelt verpestet, den Verlust der biologischen Vielfalt beschleunigt und massiv zur globalen Erwärmung beiträgt.


Vom 14. bis zum 16. Oktober 2016 wird in Den Haag das Monsanto Tribunal stattfinden, in dessen Verlauf die gegen Monsanto erhobenen Vorwürfe zusammengetragen und die verursachten Schäden evaluiert werden. Das Tribunal wird sich auf die im Jahre 2011 verabschiedeten „UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“ stützen.
Das Tribunal befasst sich auch mit Monsantos Verbrechen gegen die Umwelt in Form des Ökozids, dessen Aufnahme ins internationale Strafrecht bereits vorgeschlagen wurde. Das Tribunal wird untersuchen, ob sich das Römer Statut auf dem der Internationale Strafgerichtshof seit 2002 beruht, reformieren lässt und Ökozid als Verbrechen darin aufgenommen werden kann. Dies würde ermöglichen, natürliche und juristische Personen, welche unter Verdacht stehen ein solchen Verbrechen begangen zu haben, zur Verantwortung zu ziehen.

Aufruf zur Unterstützung

Angesichts dieser globalen Herausforderung rufen die Initiatoren des Monsanto Tribunals die Zivilgesellschaft und alle Bürgerinnen und Bürger der Welt dazu auf, diese einzigartige Initiative durch eine große Crowdfunding-Aktion zu unterstützen.
Mehr Informationen zum Tribunal