Triumph

Protest vor Triumph in Philippinen
Triumph International ist ein international tätiger Hersteller von Unterwäsche, der 1886 in Heubach gegründet wurde. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich seit 1977 in Bad Zurzach, außerdem werden Niederlassungen in 50 Ländern unterhalten. Triumph International gehört seit den 1960er Jahren zu den Branchenführern insbesondere für Damen- und Nachtwäsche. Der Konzern macht weltweit einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden CHF und beschäftigt rund 33'000 Mitarbeitende (2014). Die Aktien der deutschen Tochtergesellschaft wurden bis 2011 an der Börse gehandelt.

Kritik

2002 musste Triumph International seine Niederlassung in Myanmar aufgrund öffentlichen Drucks schließen. Die Erklärung von Bern und Kampagne für Saubere Kleidung warfen dem Unternehmen vor, ein Gelände vom Militärregime des Landes gemietet zu haben und es damit indirekt zu unterstützen. Im Januar 2002 gab Triumph International bekannt, die betroffene Fabrik zu schließen und einen Sozialplan für die verbleibenden Mitarbeiter anzubieten, da sich kein Käufer für das Objekt gefunden habe. Außerdem stellte Triumph International klar, dass sich unter den Beschäftigten keine Zwangsarbeiter befunden hätten.

Im Oktober 2003 rügte das Selbstkontrollorgan der französischen Werbewirtschaft Triumph International für eine Kampagne der Marke sloggi. Kern des Protests war die Abbildung spärlich bekleideter Frauen auf Plakaten, die unter dem Motto „It's string time!“ für Strings des Unternehmens warben. Die Anzeigen würden die Ehre von Frauen verletzen und schade der öffentlichen Wahrnehmung von Werbung außerordentlich, wenngleich das Unternehmen die Kampagne nicht einstellen wollte. Es wurde dafür auch von führenden Politikern wie Ségolène Royal kritisiert.

2008 geriet Triumph International in die Kritik, nachdem in Thailand eine Präsidentin der lokalen Gewerkschaft entlassen wurde. Sie war im Abendprogramm des thailändischen Fernsehens mit einem T-Shirt aufgetreten, auf dem ein politisches Statement zu sehen war. Das Management des Unternehmens war der Ansicht, dieser Auftritt habe dem öffentlichen Ansehen geschadet und die betroffene Mitarbeiterin deshalb freigestellt. Der internationale Betriebsrat des Unternehmens, die Triumph International Labour Union, legte Protest ein und sammelte 2.500 Unterschriften für die erneute Einstellung der Gewerkschaftspräsidentin, in Deutschland solidarisierte sich unter anderem die ver.di Jugend. Im November 2008 erklärte das Arbeitsgericht in Bangkok die Kündigung für rechtens.

Zuletzt stand Triumph International Ende 2009 in größerem Ausmaß in der Kritik, nachdem Massenentlassungen in Thailand und Philippinen zu länderübergreifenden Protesten von Gewerkschaften geführt hatten. Das Unternehmen bedauerte diesen Schritt und stelle klar, dass er aufgrund der globalen Wirtschaftskrise notwendig sei. Vorwürfe, parallel zu den Entlassungen würden Stellen an einem anderen Standort in Thailand aufgebaut, wurden zurückgewiesen.
Quelle: Wikipedia

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