Der Pharmakonzern Novartis AG mit Sitz in Basel entstand 1996 aus der damals weltweit grössten Fusion der beiden Basler Pharma- und Chemieunternehmen Cyba-Geigy und Sandoz. Novartis ist mit 58,6 Mrd. USD (2011) das zweitgrösste Pharmaunternehmen weltweit. Novartis beschäftigt zurzeit weltweit 123‘686 Mitarbeitende. Davon arbeiten 13‘548 Angestellte an zwölf Standorten in der Schweiz.
An der Spitze des Konzerns sitzt seit Februar 2010 der Amerikaner Joe Jimenez. Der Schweizer Daniel Vasella konzentriert sich nach 14 Jahren an der Konzernspitze – davon 11 Jahre in Doppelfunktion – auf das Verwaltungsratspräsidium. Die Anlagestiftung Ethos hatte das Doppelmandat jahrelang kritisiert. Finanzchef des Unternehmens ist der Schweizer Raymund Breu, der 1975 bei der Group Treasury der Sandoz – einer Vorgängerfirma von Novartis – anfing.
Umstritten bleibt die Lohnpolitik: Daniel Vasella strich 2008 rund 40,3 Millionen Franken ein und belegte den ersten Rang unter den Bestverdiener der Schweizer Wirtschaft. Sein Nachfolger Joseph Jimenez verdiente 2011 das 266-fache des Tiefstlohns bei Novartis.
In Indien steht der Konzern im Zusammenhang mit Patentierungen von lebenswichtigen Medikamenten und tödlichen Medikamententests an benachteiligten Patienten in der Kritik. In Deutschland soll Novartis das Arztgeheimnis umgangen haben und widerrechtlich an Patientendaten gelangt sein.