Xstrata bis 2.5.2013

Xstrata in Mount Isa, Australien
Xstrata ist ein international tätiger Bergbaukonzern mit Sitz in Zug. Das Unternehmen ist sowohl an der Londoner wie auch der Schweizer Börse kotiert. Xstrata ist mittlerweile einer der grössten Rohstoffhändler der Welt, insbesondere durch die Verflechtungen mit Glencore. Das Unternehmen besitzt Gruben auf allen Kontinenten, insbesondere in Chile und Australien. Es besteht aus fünf verschiedenen Unternehmungen, die sich jeweils auf ein bestimmtes Produkt spezialisiert haben: Kohle, Nickel, Kupfer, Zink und besondere Bergbautechnologien.

Gewinnsteigerung dank dem selbst verliehenen Image der „Nachhaltigkeit“
Der Bergbaukonzern kommt durch den die Umwelt, die Bevölkerung sowie die ArbeiterInnen schwer belastenden Rohstoffabbau und durch seine gewerkschaftsfeindliche Politik immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik. Er ist denn auch sehr bemüht zu betonen, dass er der Nachhaltigkeitspolitik einen hohen Stellenwert beimesse und schreibt auf seiner Website, dass der Gewinn für die Gesellschaft maximiert werden solle, bei gleichzeitiger Minimisierung der negativen Auswirkungen. Dabei ist die Nachhaltigkeits-politik wie die übrige Firmentätigkeit dem erklärten Hauptziel des Wachstums verpflichtet. Xstrata hält fest, dass «Erfolg bei der Lösung von Nachhaltigkeitsthemen unsere Unternehmensreputation verbessert und Wettbewerbsvorteile für unser Geschäft in wichtigen Gebieten schafft». Zu diesen Vorteilen gehören etwa der Zugang zu neuen Ressourcen oder die Akzeptanz beziehungsweise eine weniger starke Ablehnung der umstrittenen Bergbautätigkeit durch die Gesellschaft.
Seit einigen Jahren veröffentlicht Xstrata Nachhaltigkeitsberichte über seine Tätigkeit und betont sein Engagement in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Gemeinschaft sowie Arbeit. Verwaltungsratspräsident Willy Strothotte lobte, dass 2009 rund 65 Millionen US-Dollar in die von den Minen betroffenen Gemeinschaften investiert wurden. Gemessen am Umsatz von 22,7 Milliarden US-Dollar (2009) ist das ein bescheidener Betrag. Vor allem, wenn in Betracht gezogen wird, dass diese Investitionen dazu dienen, den Widerstand gegen die Minentätigkeit zu beseitigen, um Rohstoffabbau in grossem Ausmass und mit grossen Gewinnmöglichkeiten zu betreiben. Xstratas Aktivitäten haben zudem nach wie vor massive negative Auswirkungen auf die Umwelt, die AnwohnerInnen sowie die ArbeiterInnen – die positive Selbstdarstellung Xstratas und die Realität klaffen damit weit auseinander.

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